Das deutsche Arbeitsrecht verpflichtet keinen Arbeitgeber/Reeder, Tarifverträge auf Arbeitnehmer an Bord seiner Schiffe unter deutscher Flagge anzuwenden. Die Tarifverträge in der deutschen Schifffahrtsindustrie (Manteltarifvertrag See und Heuertarifvertrag See) gelten nur, wenn: Der Kongress hatte eine große Debatte über Klimawandel und Handeln. Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels müssen gerecht und fair und sozial verträglich sein. Verdi war Teil der Verhandlungslösung, um den Kohleausstieg bis 2038 zu sichern. Das Paket enthält Maßnahmen zur Gewährleistung einer fairen Behandlung der betroffenen Arbeitnehmer und Investitionen in den am stärksten betroffenen Gemeinden. Verdi wird die Zukunft der Freitagsstreiks weiter unterstützen. Diese brachten am 20. September 1,4 Millionen Menschen auf die Straße. Die Gewerkschaft hat sich verpflichtet, die Streiks an den Hochschulen vom 2. bis 6. Dezember zu unterstützen. Weitere diskutierte Themen waren die Arbeitszeitverkürzung und eine Kampagne für einen Tarifvertrag, der unter anderem ältere Pflegekräfte abdeckt. Darüber hinaus werden die Branchenbereiche auch für Tarifverhandlungen in ihren Sektoren zuständig sein.

Die Branchenbereiche werden eigene Tarifausschüsse einrichten, die ihre Tarifforderungen autonom ausarbeiten und über den Abschluss von Tarifverträgen entscheiden. Um die stärker zentralisierte Tarifstruktur im öffentlichen Dienst aufrechtzuerhalten, wird Verdi eine breitere Verhandlungskommission einrichten, die sich aus Vertretern mehrerer Branchenbereiche zusammensetzt. Im selben Monat schloss Verdi seinen ersten Tarifvertrag mit der Deutschen Lufthansa ab. [24] Kurze Zeit später wurde Verdi offiziell in den DGB aufgenommen. [25] Zweitens wird es einen anhaltenden Wettbewerb zwischen Verdi und anderen Gewerkschaften geben, insbesondere im Bereich der industrienahen Dienstleistungen, der auch teilweise von der IG Metall und der IG BCE organisiert wird. So haben beide Gewerkschaften bereits Tarifverträge im Telekommunikationsbereich unterzeichnet, der auch von den Verdi-Gewerkschaften als Verhandlungsgebiet bezeichnet wird. Ein ungelöstes Problem ist auch die Integration der DAG, die nicht nur im Dienstleistungssektor, sondern auch in verschiedenen Branchen tätig ist. Auf ihrem jüngsten Kongress forderte die DAG, dass beispielsweise ihre rund 30.000 Mitglieder in der Metallbearbeitung einen Platz bei Verdi finden müssen. Vor diesem Hintergrund erklärte der Präsident der IG Medien, Detlef Hensche, dass die Gründung von Verdi nur eine zweitbeste Lösung sei und dass er eine Neuorganisation des gesamten DGB, der alle Verdi-Gewerkschaften mit Ausnahme der derzeit unabhängigen DAG angehören, vorziehe.

Die aktuellen Tarifverträge stehen zum Download zur Verfügung: Der Kampf um die Zukunft der Lauda-Stützpunkte in Düsseldorf und Stuttgart ebnet der Gewerkschaft Verdi den Weg, das Eckpunktepapier für den Tarifvertrag nicht zu unterzeichnen. Hintergrund ist, dass eine Umfrage der Arbeitnehmervertreter eine sehr klare Ablehnung gezeigt hat. Das Unternehmen selbst hat abgestimmt, und in dieser Mehrheit der Kernpunkte wurde das Papier angenommen. Diese Diskrepanz verwirrt auch Verdi. Auf allen Kongressen, eine überwältigende Mehrheit (mehr als 90%) der Gewerkschaftsdelegierten stimmten für die Fusion und verabschiedeten ein gemeinsames Rahmenpapier, in dem die Grundstrukturen der neuen Gewerkschaft, die dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) angeschlossen sein wird, skizziert werden. Die offizielle Gründung von Verdi ist für das Frühjahr 2001 geplant. Sie wird (nach den derzeitigen Zahlen) rund 3,2 Millionen Mitglieder haben, die mehr als 1.000 Berufe repräsentieren.